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Versicherungen in der Steuererklärung: Worauf muss ich achten?

Versicherungen in der Steuererklärung: Worauf muss ich achten?

geschrieben von Vivienne Ebeling am 07.08.2019 um 14:27 Uhr

Versicherungen, die von der Steuer absetzbar sind, gelten entweder als Werbungskosten oder als Sonderausgaben. Zu den Werbungskosten zählen alle Versicherungen, die ein berufliches Risiko abdecken. Zu diesen zählen:

• Berufshaftpflichtversicherungen
• Unfallversicherungen für beruflich bedingte Unfälle
• eine für das Arbeitsrecht geltende Rechtsschutzversicherung

Unter Sonderausgaben fallen die Policen, die ein privates Risiko absichern:

• Private Kranken- und Pflegeversicherung
• Gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung
• Pflegezusatzversicherung
• Gesetzliche Renten- und Arbeitslosenversicherung
• Haftpflichtversicherungen (auch Tierhalter-Haftpflichtversicherungen)
• Kfz-Haftpflichtversicherungen
• Berufsunfähigkeitsversicherung
• Risikolebensversicherung
• Riester-Renten
• Kapital-Lebensversicherung
• Reisekrankenversicherung

Grundsätzlich gilt, dass alle Versicherungen, die der Vorsorge und Einkommensabsicherung sowie der Absicherung in Beruf und Ausbildung dienen, steuerlich geltend gemacht werden können. Ausgenommen sind Sachversicherungen, wie die Hausratversicherung, Gebäudeversicherungen, Kfz-Kaskoschutz sowie Fahrrad-, Reisegepäck- und Reiserücktrittsversicherung. Diese lassen sich nicht von der Steuer absetzen.
Tipp: Einige Policen decken nicht nur ein privates, sondern gleichzeitig auch ein berufliches Risiko. In diesem Fall werden die einzelnen Positionen in der Steuererklärung einfach zwischen Sonderausgaben und Werbungskosten aufgeteilt. Die jeweilige Versicherung stellt auf Nachfrage eine Bescheinigung, die mit der Steuererklärung ans Finanzamt gesendet wird, aus, wie die einzelnen Beitragssätze aufgeteilt sind.

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